"Wir mögen´s püriert! Kapiert?!" Selbsthilfenetzwerk Kopf-Hals-M.U.N.D.-Krebs e.V. präsentiert Kurzfilm in Bonn

Am 18. August lädt das Selbsthilfenetzwerk Kopf-Hals-M.U.N.D.-Krebs e.V. ab 11:00 Uhr zu einem Informationsstand auf dem Bonner Münsterplatz ein. Dank der Unterstützung von Aktion Mensch entstand der Kurzfilm „Wir mögen´s püriert! Kapiert?! Essen gehen - trotz Kau- und Schluckbeschwerden". Mit diesem Film möchte das Netzwerk aufklären und dafür sensibilisieren, dass viele Menschen, die an Kau- und Schluckbeschwerden leiden, nicht mit der gleichen Selbstverständlichkeit ein Restaurant besuchen und ihr Essen genießen können, wie das für einen „Gesunden“ der Fall ist.

Im Film kommen Betroffene zu Wort, die über ihre persönlichen Erfahrungen sprechen. Sie wollen Mit-Betroffenen Mut machen, weiterhin im Freundes- und Familienkreis Essen zu gehen. Sie formulieren einen klaren Appell, der an die breite Öffentlichkeit gerichtet ist: Kein Mensch möchte aufgrund einer Einschränkung ausgegrenzt oder diskriminiert werden. Dazu gehört es auch, ungestört von Blicken, sein Essen in einem Restaurant zu sich nehmen zu können. Ebenso richten sich die Betroffenen im Film an die Gastronomen, die oft mit der Kau- und Schluckproblematik schlecht umgehen können. Dabei ist es durchaus möglich, viele Gerichte so anzupassen, dass die Betroffenen ihre Mahlzeit mit Freude genießen können.

Kau- und Schluckbeschwerden stellen keinesfalls eine Seltenheit dar. Neben überwiegend altersbedingten Ursachen wie Zahnverlust oder Nachlassen der Kau- und Schluckmuskulatur sind besonders Menschen mit Tumoren des Kopf-, Hals- und Mundraumes betroffen. Chirurgisch notwendige Eingriffe, Bestrahlungen und Chemotherapien hinterlassen ihre Spuren. Nach Bestrahlungen beispielsweise haben viele Betroffene oft kaum oder keinen Speichelfluss mehr, was zu großen Schluckschwierigkeiten führt. In der öffentlichen Wahrnehmung nehmen die Probleme der Betroffenen dennoch eine Randstellung ein.

Nach Angaben des Robert Koch Institutes (RKI) erkranken etwa 14.000 Menschen jährlich neu an Mund-, Rachen-, Kiefer- und Gesichtskrebs (MRKG-Krebs). Das Selbsthilfenetzwerk Kopf-Hals-M.U.N.D.-Krebs e.V. setzt sich aktiv für die Belange und Interessen von Menschen mit Tumoren des Kopf-, Hals- und Mundbereiches ein. In der Bonner Bundes-Geschäftsstelle finden Betroffene und ihre Angehörigen Information, Beratung und Hilfe. Der Kontakt zur Selbsthilfegruppe in Bonn sowie im restlichen Bundesgebiet kann hergestellt werden.

Weitere Informationen und Kontakt:

Selbsthilfenetzwerk Kopf-Hals-M.U.N.D.-Krebs e.V.