Mit Mut, sich zu empören und neue Wege zu gehen sind die Selbsthilfeaktiven vom Netzwerk Kopf-Hals-M.U.N.D.-Krebs e.V. füreinander und miteinander unterwegs.

Ein Video von der Initiative Selbsthilfe im Blick aus Rostock über die Veranstaltung gibt es HIER zu sehen!

Potsdam, 26. August 2021. Mit Hygienekonzept und den "3 G´s" hat das bundesweite Mitgliedertreffen des Selbsthilfenetzwerks Kopf-Hals-M.U.N.D.-Krebs e.V. vom 26. bis 29. August stattgefunden.

Nach informellem Austausch und einem freudigen Wiedersehen am Donnerstagabend ging es Freitagmorgen mit Fachvorträgen von drei Mitarbeitenden der nahe gelegenen Ernst-von-Bergmann-Klinik in Potsdam los. Herr Prof. Jungehülsing hielt einen sehr anschaulichen und informativen Vortrag über Sinn und Unsinn von Neck Dissection. Im Anschluß daran sprach Frau Dr. Neyer über Problematiken und Herausforderungen von Zahnersatz und last but not least stellte Frau Dr. Schönhagen die Arbeit der Psychoonkologie an der Ernst-von-Bergmann-Klinik vor.

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 Prof. Dr. Jüngehülsing           Dr. Neyer                                    Dr. Schönhagen

Am Nachmittag fand die offizielle Mitgliederversammlung des Selbsthilfenetzwerkes statt. Bei allen aktuellen Herausforderungen und Hürden, die der kleine, hauptsächlich ehrenamtlich getragene Verein bezüglich Finanzierung, Sichtbarkeit und knappen Ressourcen hat wurde deutlich: es tut gut, als Betroffene für- und miteinander unterwegs zu sein.

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Am nächsten Morgen ging es mit dem Reha-Aktionstag weiter. Wir begannen mit einer Gesprächsrunde von Frau Prof. Keilmann aus dem Stimmheilzentrum Bad Rappenau, Herrn Dr. Bieseke aus der Rehaklinik Bad Göggingen sowie Herrn Prof. Jungehülsing aus der Ernst-von-Bergmann-Klinik Potsdam.

Thema: Die Versorgung von Kopf-Hals-Mund-Tumorerkrankten,der Ablauf und nachhaltige Erfolg von Reha-Maßnahmen.
Erkenntnis: Bei der Kommunikation zwischen Akut- und Rehaklinik im Vorfeld und im Nachgang von Reha-Maßnahmen gibt es viele Lücken, die einer bestmöglichen und nachhaltig erfolgreichen Versorgung des Patienten erschweren, ja teilweise sogar entgegenwirken.

Fazit: Dass diese Lücken bei der Kommunikation auf Kosten des schwächsten Akteures in diesem System, nämlich des Patienten, ausgetragen werden, darf nicht sein. Hier müssen die Versorger in beiden Klinikformaten miteinander an einer Verbesserung der Kommunikation arbeiten!

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Hierzu sollen und müssen Mitarbeitende in Reha- und Akutkliniken immer wieder in Kontakt miteinander kommen. Wir als Selbsthilfenetzwerk im Rahmen der Jahrestagung, aber auch als Selbsthilfeaktive vor Ort müssen hier Hinweise geben und Aufmerksam machen, ggf. auch vernetzen und vermitteln. Denn nie darf aus dem Blick geraten: die bestmögliche und nachhaltig wirksame Versorgung der Betroffenen ist das Wichtigste!

Am Nachmittag gab es einen Workshop zur Ernährung und kleine, praktische Bewegungs-Übungen für den Hals-Nackenbereich. Alle Übungen gibt es per Video HIER! oder als Übungsbuch bei Amazon HIER!

Nach gemütlichem Abend bei Musik und Auswertungs- und Feedbackrunde am Sonntagmorgen ging es für alle wieder nach Hause. Die E-Mail einer Teilnehmerin vom Montag danach bringt auf den Punkt, was bleibt: Danke für vier kraftgebende Tage!

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So geht es mit viel Motivation, Ideenreichtum und Mut für neue Wege in die Zukunft,

nach dem Motto: Mitmachen. Unterstützen. Netzwerken. Deutschlandweit.