Fortbildung der Projektgruppe Kopf-Hals-Malignome in München 

PD. Dr. Dr. Gerson Mast von der Klinik und Poliklinik Mund-, Kiefer-, und Gesichtschirurgie des Klinikums der Universität München hatte mit der Projektgruppe zur Weiterbildung zum Thema Grenzen der Onkologischen Behandlung: Tumorpersistenz, Rezidive, Lokale Zweitkarzinome eingeladen.

Außergewöhnlich war, dass nach der Darlegung der epidemiologischen Daten, zunächst viel Zeit für die Ethik, die Patientensicht und die Psychoonkologie geboten wurde. Die Vorträge machten klar wie wichtig der Blick auf die Lebensqualität, auf mehrfache gute und umfassende Aufklärung, auf Vorsorgeverfügungen sowie Entscheidungshilfen für die Patienten in dieser problematischen Situation sind. 

Vermutlich rückten dadurch die folgenden Vorträge zu Bildgebungsverfahren, Möglichkeiten der chirurgischen und radioonkologischen Behandlung sowie der Ausblick auf das molekulare Tumorbord in ein etwas ungewohntes Licht. Die Vorträge zeigten, wie viele Behandlungsmögllichkeiten es für Kopf-Hals-Tumore gibt, es aber immer individuell nach Patient und Krankengeschichte umgesetzt werden kann.   Aus meiner Patientensicht war diese Veranstaltung ein toller Schritt  in die Richtung den Patienten als umfänglichen Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. Wenn dies der Fall ist, kann man sich auch als Patient vertrauensvoll in die Hände seiner behandelnden Ärzte begeben. 

Zusammen mit der Leiterin der Selbsthilfegruppe Kopf-Hals-Mund-Krebs in München, Christiana Trommler, haben wir noch interessante Gespräche geführt und Kontakte geknüpft. Es bleibt die Hoffnung auf viele Wiederholungen dieser Vortragsreihe auch in anderen Regionen Deutschlands.

Für euch vor Ort war: Gunthard Kissinger