Aktionstag für Betroffene - Unser Netzwerk geht neue Wege 

Beim diesjährigen Treffen in Oberhausen erfuhren die insgesamt 59 Teilnehmenden von Oberärzten Dr. Jonas Park (HNO -Klinik der Uni Bochum)  und Dr. Axel Rühl (MKG-Klink Hornheide) mehr über Therapieoptionen bei Kopf-Hals-Tumoren unter Berücksichtigung der interdisziplinären Zusammenarbeit in einem Kopf-Hals-Tumorzentrum. 

Ein weiteres wichtiges Thema für die bundesweit angereisten PatientenbetreuerInnen und SelbsthilfegruppenleiterInnen war die Möglichkeiten und Grenzen beim psychoonkologischen Beratungsgespräch. Hier referierte Gabriele Blettner, Psychoonkologin vom INFONETZ KREBS der Deutschen Krebshilfe.

Am Samstag den 18. Mai 2019 gestaltete das Selbsthilfenetzwerk erstmals eine Aktionstag - Auswirkungen von Kopf-Hals-Mund Krebs auf die Betroffenen.

Dieser begann mit einem Vortrag von Stefanie Walter (Geschäftsführerin des Bundesverbandes der Kehlkopfoperierten e.V.) zu Thema " Die Rechte von Patienten mit Mund-und Rachenkrebs, mit dem Schwerpnkt Schwerbehindertenrecht". Anschließend erläuterte Birgit Langenfeld von der katholischen Krebsberatungsstelle Oberhausen, die Aufgaben und die Arbeitsweise der "Krebsberatung vor Ort".

Am Nachmittag wurden erstmals drei Workshops durchgeführt. So befasste sich ein Workshop unter Leitung von Claudia Braunstein, Food Bloggerin und Buchautorin aus Salzburg, mit der Ernährung trotz starker Kau-und Schluckprobleme. Ein zweiter Workshop behandelte das Thema Begleittherapien nach der Erstbehandlung. Hier setzen Carolin Liedke, Linguistin am Dysphagiezentrum Köln und Thomas Müller, Physiotherapeut und Vorsitzender des Landesverbandes der Kehlkopfoperierten Rheinland- Pfalz wichtige inhaltliche Eingangsimpulse.

Der dritte Workshop unter Leitung von Gunthard Kissinger (Stellv.Vorsitzender des Selbsthilfenetzwerkes Kopf-Hals-Mund-Krebs) und Peter Schilling, (Leiter der Selbsthilfegruppe Bonn des Selbsthilfenetzwerkes Kopf-Hals-Mund-Krebs) diskutierte sehr intensiv die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben trotz Kopf-Hals-Mund-Krebs. Unter dem Motto "Raus aus der Isolation", wurden die sehr individuell gestalteten Möglichkeiten zur gesellschaftlichen Teilhabe, aufgezeigt.

Zum Abschluß des Bundestreffen wurde von den Teilnehmern einhellig diese neu gestaltete Form und die gewählten Programminhalte begrüßt. Ferner wurden gute Anregungen für das Bundestreffen 2020 gegeben.