Pressemitteilung - Bonn, 21. August 2026

Unter dem Titel „Uta – Unterwegs trotz alledem“ tourt das Uta-Team vom 25. August bis 02. September durch Sachsen-Anhalt. In vier Orten stehen insgesamt zehn Aktionen auf dem Programm. Die Aktionstage informieren über Warnzeichen und Früherkennung, Vorsorge und Vermeidung, stärken die Bedeutung von Nachsorge und Selbsthilfe und zeigen, wie Teilhabe im Alltag konkret unterstützt werden kann.

Kopf-Hals-Mund-Krebs kann das Leben tiefgreifend verändern: Sprechen, Kauen und Schlucken können nach einer Erkrankung und ihrer Behandlung ebenso beeinträchtigt sein wie Aussehen und Selbstverständnis. Gleichzeitig wird diese Tumorerkrankung noch immer häufig spät erkannt. Wir bringen deshalb im Rahmen der „Uta-Aktionstage 2026“ wichtige Themen in Sachsen-Anhalt dorthin, wo Austausch und Aufklärung möglich wird: zu Betroffenen, Angehörigen, Berufsschulen, Fachkräften, Praxisteams, gastronomischen Einrichtungen und interessierten Bürgerinnen und Bürgern.

Die Besonderheit der Uta-Aktionstage: Aufklärung bleibt nicht beim Informationsmaterial stehen. Das Uta-Team bringt wertvolle Informationen, persönliche Erfahrungen, kreative Verarbeitung und praktische Teilhabe zusammen – vom Kunst-Treff über das Gespräch in Zahnarztpraxen, Austausch mit Auszubildenden bis zum inklusiven Essen in Gastroeinrichtungen und zur gemeinsamen Wanderung.

Das Projekt wurde im Jahr 2022 von Gunthard Kissinger (selbst KHMK-Betroffener), Selbsthilfenetzwerk Kopf-Hals-Mund-Krebs e.V. entwickelt. Ein Uta-Kern-Team von rund 10 ehrenamtlich Aktiven (Selbst Krebsbetroffene) ist alljährlich in einem Bundesland für mehrere Wochen unterwegs, um dort zu informieren und zum Mitmachen zu motivieren. Uta-Aktionsmonate haben in Mecklenburg-Vorpommern (2023), in Hamburg (2024) und in Schleswig-Holstein (2025) bereits stattgefunden. Dieses Jahr wird Uta in Sachsen-Anhalt unterwegs sein. Ein Ziel von Uta ist, alle Bundesländer in den kommenden Jahren zu erreichen.

Vier Orte – viele Aktionen

Die Uta-Aktionstage führen das Projekt nach Halle (Saale), Magdeburg, Wörlitz und Kalbe (Milde). Geplant sind unter anderem:

  • Auftaktveranstaltung am 25.08.2026 mit Kunst, Information und Austausch, in der Geschäftsstelle der Sachsen-Anhaltischen Krebsgesellschaft e. V. in Halle (Saale)
  • Besuche von Berufsschulen zum Austausch mit Auszubildenden in Halle und Magdeburg
  • Teilnahme mit dem Uta-Aktions- und Informationsstand beim Familientag der Frauenselbsthilfe Krebs – Bundesverband e. V. auf dem Domplatz in Magdeburg am 28. August 2026 von 15 bis 17 Uhr,
  • Teilnahme mit dem Uta-Aktions- und Informationsstand am Bundeskongress der Frauenselbsthilfe Krebs im Maritim Hotel Magdeburg,
  • Besuche von Zahnarztpraxen und gastronomischen Einrichtungen in Halle und Magdeburg,
  • die Uta-Wanderung am 30. August im Wörlitzer Park,
  • ein Besuch der MEDIAN Reha-Klinik in Kalbe (Milde), Reha-Klinik für KHMK-Betroffene
  • gemeinsame Abendessen in Halle, Magdeburg und Wörlitz zum Thema inklusives Essen.

Gerade beim Essen werden die Folgen einer Kopf-Hals-Mund-Krebserkrankung oft unterschätzt. Schluckbeschwerden, ein verändertes Geschmacksempfinden oder Mundtrockenheit können eine Mahlzeit zu einer Herausforderung machen. Mit dem Konzept des inklusiven Essens sucht das Projekt deshalb auch das Gespräch mit Restaurantleitungen und macht sichtbar, wie Teilhabe am gesellschaftlichen Leben unterstützt werden kann.

Auch Zahnarztpraxen können wichtige Anlaufstellen für die Früherkennung sein. Die Uta-Aktionstage sensibilisieren daher Praxisteams und übergeben Informationsmaterial, das Betroffene und Zahnärztinnen und Zahnärzte für die Erkrankung aufmerksam macht.

Warum Aufklärung und Früherkennung wichtig sind

In Deutschland erkranken jährlich etwa 14.000 Menschen an einem Kopf-Hals-Mund-Krebs. Wird die Erkrankung erst spät entdeckt, sind die notwendigen Behandlungen häufig umfangreich und mit erheblichen Folgen für den Alltag verbunden. Die Fünf-Jahres-Überlebensrate liegt nach wie vor bei rund 50 Prozent.

Wir fordern deshalb eine bessere Vorsorge und eine frühere Erkennung von Kopf-Hals-Mund-Krebs. Die Uta-Aktionstage schaffen Aufmerksamkeit, vermitteln Wissen und bringen Menschen miteinander ins Gespräch – damit Warnzeichen früher wahrgenommen werden und Betroffene Unterstützung finden.

Über „Uta – Unterwegs trotz alledem“

„Uta – Unterwegs trotz alledem“ richtet sich an Menschen, die an einem Kopf-Hals-Tumor erkrankt sind, an deren Angehörige und an Interessierte. Gemeinsam gehen wir an die Öffentlichkeit, klären über Kopf-Hals-Mund-Krebs auf und zeigen, wie wichtig Nachsorge, Selbsthilfe und Teilhabe für Betroffene sind.

Weitere Informationen und ausführliche Programmdetails hier.

Pressekontakt

E-Mail: kristin.klinger-gode@kopf-hals-mund-krebs.de
Telefon: 0151 15301374

Das Projekt wird unterstützt von der Sachsen-Anhaltischen Krebsgesellschaft e. V.