Zehn Tage unterwegs für Aufklärung, Austausch und Begegnung

Vom 25. August bis 2. September 2026 war unser Projekt „Uta – Unterwegs trotz alledem" in Sachsen-Anhalt unterwegs. Seit 2022 reisen wir jedes Jahr in ein anderes Bundesland, um über Kopf-Hals-Mund-Krebs aufzuklären, auf Warnzeichen und Früherkennung aufmerksam zu machen und zu zeigen, wie wichtig Nachsorge, Selbsthilfe und Teilhabe sind. Nach Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Schleswig-Holstein war nun Sachsen-Anhalt an der Reihe.

Hier die Highlights unserer Aktionstage:

Auftakt in Halle (Saale)

Los ging es in der Geschäftsstelle der Sachsen-Anhaltischen Krebsgesellschaft e. V. – mit Begrüßung durch Geschäftsführer Sven Weise, einem Grußwort von Prof. Dr. med. Dirk Vordermark und einer Kurz-Präsentation von „Uta" durch Kristin Klinger-Gode. Priv.-Doz. Dr. med. habil. Ulrich Kisser gab in seinem Impulsvortrag Einblicke in aktuelle Therapiemöglichkeiten der HNO-Heilkunde, gefolgt von einem offenen Austausch mit Betroffenen. Vorab hatten wir zudem die Gelegenheit, beim Kunst-Treff für Krebsbetroffene mitzumachen – kreativer Ausdruck mit Pastellkreiden unter Leitung von Larissa Morgenstern als Weg, die Erkrankung zu verarbeiten. Ein bewegender Start in unsere Aktionstage!

Zu Gast an Schulen in Halle

An der Listschule (BbS IV „Friedrich List") und der Christlichen Akademie für Gesundheits- und Pflegeberufe Halle war unser Team mit insgesamt 5 Terminen zu Gast. Im Fokus: Kopf-Hals-Mund-Krebs, Früherkennung und die Möglichkeit der HPV-Impfung – ausdrücklich für Mädchen und Jungen. Ein Wissens-Quiz testete das Vorwissen der Teilnehmenden, und auch Sven Weise nahm an einem der Termine teil. Natürlich durfte unser Smoothie-Bike nicht fehlen: kräftig in die Pedale getreten, und der gesunde Snack war fertig – ganz nach dem Motto „Fahrrad statt Elterntaxi" und „Gesunde Power statt Energy-Drink". Die Offenheit und Neugier der Schüler*innen hat uns begeistert!

Zahnarztpraxen als wichtige Partner

In Halle und Magdeburg haben wir gezielt Zahnarztpraxen besucht – denn Zahnärzt*innen sehen oft als Erste Veränderungen im Mundraum, die auf Kopf-Hals-Mund-Krebs hinweisen können. Wir übergaben unseren Flyer „Was Sie Ihrem Zahnarzt oder Ihrer Zahnärztin unbedingt sagen sollten" zur Auslage in den Wartezimmern. Denn: Ärzt*innen können nicht hellsehen! Jährlich erkranken in Deutschland rund 14.000 Menschen an Kopf-Hals-Mund-Krebs – und weil der Tumor oft spät entdeckt wird, liegt die 5-Jahres-Überlebensrate noch immer bei nur etwa 50 %. Frühzeitige Aufklärung kann Leben retten. Den Flyer gibt es hier zum Download.

Zu Gast bei der Frauenselbsthilfe Krebs in Magdeburg

Sowohl beim Familientag am 28.08. als auch beim Bundeskongress am 29.08. im Maritim-Hotel durften wir mit unserem Uta-Aktionsstand über unser Projekt informieren – und was für ein besonderer Anlass das war: Die Frauenselbsthilfe Krebs – Bundesverband e. V. feierte in diesem Jahr ihr 50-jähriges Jubiläum! Besonders gefreut hat uns, dass Themen im Kongressprogramm behandelt wurden, die auch bei unseren Uta-Aktionstagen zentral sind: Strategien zur Vermeidung HPV-bedingter Krebserkrankungen sowie die Rolle von Bewegung und Sport in der Krebsbehandlung. Genau diese Brücke schlägt auch „Uta – Unterwegs trotz alledem" – gemeinsam erreichen wir mehr! Herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum, liebe Frauenselbsthilfe Krebs!

Reha-Projekt: Zu Gast in der MEDIAN Klinik Kalbe

Zum Abschluss unserer Aktionstage haben wir die MEDIAN Klinik Kalbe (Milde) besucht, eine Rehaklinik, die unter anderem Menschen mit Kopf-Hals-Mund-Tumoren betreut. Dort haben wir unser bundesweites Reha-Projekt vorgestellt: Ehrenamtlich aktive Mitglieder unseres Selbsthilfenetzwerks gehen dabei in Reha-Kliniken und kommen mit Patient*innen ins Gespräch – über die gesundheitsfördernden Möglichkeiten der Selbsthilfe in der Zeit nach dem Klinikaufenthalt. Aktuell kooperieren wir bereits mit sechs Reha-Kliniken bundesweit, und das Projekt wächst stetig weiter. Der Austausch mit den Ärzt*innen und Therapeut*innen vor Ort war sehr positiv. Mehr zum Reha-Projekt gibt es hier.

Danke an unsere Partner

Für die Unterstützung unserer Uta-Aktionstage in Sachsen-Anhalt danken wir der Sachsen-Anhaltischen Krebsgesellschaft e. V. und der Deutschen Rentenversicherung Bund. Ein herzliches Dankeschön geht außerdem an alle Schulen, Zahnarztpraxen, die Frauenselbsthilfe Krebs, die MEDIAN Klinik Kalbe sowie alle Schüler*innen, Lehrkräfte, Ärzt*innen und Ehrenamtlichen, die diese Aktionstage möglich gemacht haben!

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