Jahrestagung 2026 in Bonn – Rückblick auf vier Tage und ein Jubiläum
Vom 7. bis 10. Mai 2026 trafen sich die Mitglieder des Selbsthilfenetzwerkes Kopf-Hals-Mund-Krebs e. V. in Bonn zur Jahrestagung.
Dieses Jahr bildete die Jubiläumsfeier den Mittelpunkt der Tagung – mit Musik, Kunst und Grußworten wurde am Samstag mit rund 50 Mitgliedern und geladenen Gästen das 10-jährige Bestehen des Netzwerks gewürdigt.
Schirmherr Tobias Hans, ehemaliger Ministerpräsident des Saarlandes, hielt eine persönliche Rede. Hans ist dem Thema nicht nur aus Überzeugung verbunden – sein Vater war selbst Betroffener. „Ein Selbsthilfenetzwerk wie dieses hätten wir damals als Familie auch gebraucht, aber das gab es noch nicht.“ In seiner Ansprache brachte er auf den Punkt, was ihm in Gesprächen mit den Mitgliedern besonders auffällt: „Man spürt, es ist kein Pflichtprogramm, sondern ein wirklich echtes Anliegen." Am Ende überreichte er eine Spende an das Netzwerk, welche von unserem Vorstandsvorsitzenden Jörg Hennigs dankend entgegengenommen wurde.
Herr Niklas Wiegand vertrat die Deutsche Krebshilfe während der Feierlichkeiten und hob in seinem Grußwort die jetzt schon 10 Jahre andauernde enge Zusammenarbeit mit dem Selbsthilfenetzwerk hervor. Er betonte, dass es großartig sei, was der Verband in den vergangenen Jahren für Patientinnen und Patienten mit Krebs im Kopf-, Hals-, Mundbereich geleistet habe und gratulierte dem Netzwerk zu seinem Jubiläum.
Das Haus der Krebs-Selbsthilfe Bundesverband e. V. war vertreten durch den Geschäftsführer Herrn Bernd Crusius, der neben seiner Gruß Rede ein besonderes Geschenk zum Jubiläum überreichte: eine Urkunde über die Pflanzung von 10 Eichen – ein Baum für jedes Jahr des Netzwerks.
Ein vielseitiges Programm
Neben der Jubiläumsfeier umfasste das Tagungsprogramm am Freitagvormittag zwei Impulsvorträge von Prof. Dr. med. Steffen Emmert (Universitätsmedizin Rostock): zur Kaltplasmatherapie als innovative Möglichkeit in der Medizin für Patientinnen und Patienten mit Kopf-Hals-Mund-Krebs sowie zu ethischen Fragen beim Einsatz von KI in der Medizin. Beide Vorträge waren gefolgt von einer Podiumsdiskussion unter Beteiligung von Dr. Benedikt Busse (CINOGY GmbH).
Ein Highlight nach den Vorträgen bot der Aktionsstand „Uta – Unterwegs trotz alledem". Fester Bestandteil des Aktionsstandes bildet das vereinseigene Smoothie-Bike. Die Mitglieder konnten sich nicht nur zum Projekt informieren, sondern auf dem Bike ihren eigens zusammengestellten Smoothie erradeln.
Am Freitagnachmittag besuchten unsere Vereinsmitglieder das Haus der Geschichte mit der neuen Ausstellung „Du bist Teil der Geschichte".
Am Samstag fand neben der Mitgliederversammlung auch die Vorstandswahl statt. Beides wurde in diesem Jahr hybrid angeboten. Der bisherige Vorstandsvorsitzende, Jörg Hennigs, wurde in geheimer Einzelwahl als Vorsitzender einstimmig wiedergewählt. Aus persönlichen Gründen verabschiedete sich Wolfgang Oberhausen als Beisitzer. Das Selbsthilfenetzwerk dankte ihm für seine geleistete Arbeit und sein Engagement. Alle weiteren Vorstandsmitglieder stellten sich wieder zur Wahl und wurden von ihren Mitgliedern erneut gewählt.
Am Sonntag fand die Tagung ihren Abschluss mit einem Planungsworkshop zur Frage, wie das Netzwerk noch besser zur Früherkennung und Prävention von Kopf-Hals-Tumoren beitragen kann.
Unser Dank gilt unseren Förderern
Wir danken unseren Förderern und Unterstützern für die letzten Jahre: Deutsche Krebshilfe, Aktion Mensch, GKV-Gemeinschaftsförderung Selbsthilfe auf Bundesebene, vdek, AOK, IKK und Knappschaft.








