Kopf-Hals-Tumoren - Überblick

Unter dem Begriff Kopf-Hals-Tumoren werden verschiedene Krebsarten zusammengefasst, die im Kopf-Halsbereich auftreten.

Dazu zählen bösartige Tumoren

  • der Mundhöhle (Mundhöhlenkarzinome),
  • d.h. Tumoren von Lippen, Zunge, Mundboden, Gaumen, Speicheldrüsen
  • des Rachens (Pharynxkarzinom)
  • des Kehlkopfes (Larynxkarzinom)
  • der Nase
  • der Nasennebenhöhlen
  • des äußeren Halses, insbesondere der Schilddrüse.

Bei den meisten bösartigen Tumoren im Kopf-Halsbereich handelt es sich um so genannte Plattenepithelkarzinome, also Tumoren, die von Oberflächenzellen ausgehen. Seltener sind Adenokarzinome, Tumoren aus drüsenartigem Gewebe, die vor allem die Nase und Nasennebenhöhlen betreffen, und Sarkome, also Weichteiltumoren, und andere seltenere Tumorarten.

Verlässliche Angaben zur Gesamtzahl bösartiger Kopf-Hals-Tumoren gibt es nicht. Geschätzt wird, dass in Deutschland pro Jahr etwa 50 von 100.000 Einwohnern an Krebs im Kopf-Halsbereich erkranken.

An bösartigen Tumoren der Mundhöhle und des Rachens erkrankten, nach den Angaben des Robert-Koch-Institutes, in Deutschland 2012 etwa 9.290 Männer und 3.650 Frauen. Für 2016 werden bei Männern 10.000 und bei den Frauen 4.200 Neuerkrankungen prognostiziert. Bei Männern stehen diese Tumoren damit hinsichtlich der Häufigkeit an fünfter Stelle aller Krebserkrankungen. Im Durchschnitt sind Männer zum  Zeitpunkt der Diagnose 66 Jahre alt, Frauen 70 Jahre.