Auf Einladung des Vorstands sind unsere Netzwerkmitglieder letztes Wochenende nach Bonn gereist, um vom 2. bis 5. Mai an der diesjährigen Jahrestagung teilzunehmen. An vier intensiven Tagen bot das Treffen, neben der obligatorischen Mitgliederversammlung, einen Mix aus offiziellen Fachvorträgen und Workshops sowie ausreichend Raum und Zeit zum informellen Austausch und Netzwerken. Mit dabei waren sowohl langjährige als auch neue Mitglieder des Selbsthilfenetzwerks aus ganz Deutschland.

Schön die ausführliche Einstiegsrunde am Donnerstagabend zeigte: hier kommen die unterschiedlichsten Menschen mit ähnlichen und immer wieder auch schwierigen Diagnosen und Prognosen zusammen, denen die Selbsthilfe mit ihrem Kernanliegen des Austausches unter Gleichbetroffenen hilft und gut tut.

Um neuen wie alten Mitgliedern auch ausreichend Möglichkeiten zum kontakten und informellen Austausch zu bieten, startete die Veranstaltung am Freitagmorgen mit einem gemeinsamen Besuch im Haus der Geschichte in Bonn. Neben interessanten Sachinformationen über die Geschichte der Bundesrepublik seit dem zweiten Weltkrieg bis heute trug der Besuch außerdem zu interessanten Gespräche innerhalb der Gruppe über die gemeinsame Geschichte und das durchaus sehr unterschiedliche Erleben dieser Geschichte bei.

Gunthard Kissinger, Leiter des Projekts UTA-Unterwegs trotz alledem, gab dann am Freitagnachmittag in seinem Vortrag Einblicke in die Entstehung und Ziele des Projekts. Im Juni findet zum zweiten Mal ein UTA-Aktionsmonat statt, dieses Jahr in Hamburg. Außerdem hat sich die Veranstaltungsreihe "Gemeinsam unterwegs" etabliert, welche bei gemeinsamen Wanderungen den Austausch zwischen Betroffenen und Nicht-Betroffenen stärken soll. Perspektivisch sollen UTA-Veranstaltungen dieser Art auch von den Selbsthilfegruppen vor Ort umgesetzt werden können.

Dem dann folgenden Fachvortrag von Dr. med. Far, Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie des Universitätsklinikum Bonn, zu Fort- und Weiterbildung von Zahnärzt*innen folgte ein ausgiebiger Erfahrungsaustausch und die Möglichkeit für Fragen zu den Themen Prävention, Früherkennung, und der wichtigen Rolle von Zahnärzt*innen in allen Stadien der Krebserkrankung.

Im Anschluss an die obligatorische Mitgliederversammlung des Vereins am Samstagvormittag fand Nachmittags ein Workshop mit der zentralen Frage "Quo Vadis Selbsthilfenetzwerk?! Workshop zur inhaltlichen Zukunftsausrichtung" statt. Unterstützt von der externen Moderation durch Irena Tezak, Geschäftsführerin der Selbsthilfekoordination Bayern, und dem technischen Know-How für unsere sechs Online-Teilnehmenden durch Daniel Storck, Inhaber von spunkt Media in Hürth, wurden in Kleingruppen Zukunftspläne geschmiedet und Ideen gesammelt, wie das Selbsthilfenetzwerk zukünftig arbeiten möchte.

Der Vorstand und die Mitarbeiterinnen der Geschäftsstelle freuen sich über das positive Feedback, welches durchgehend in der ausführlichen Abschlussrunde am Sonntagvormittag ausgesprochen wurde, und nimmt geäußerte Anregungen und Verbesserungsvorschläge gerne mit in die Planung zukünftiger Veranstaltungen des Netzwerks.